Wir alle kennen die eine Person, die fast mit penetranter Begeisterung über ihren Arbeitgeber schwärmt: Die tollsten Kollegen, die spannendsten Aufgaben und ein offenes Ohr für Ideen.

Der Bekannte arbeitet womöglich bei Google, Salesforce oder IKEA. Diese Unternehmen werden regelmässig für ihre mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur ausgezeichnet. Und es macht nicht nur Spass dort zu arbeiten, sondern die Companies gehören zu den erfolgreichsten Konzernen der Welt.

Etwa ein Zufall? Absolut nicht! Unternehmenskultur und der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens sind eng miteinander verbunden. Die Kultur sorgt für eine starke Identifizierung und emotionale Bindung der eigenen Mitarbeitenden.

Mitarbeiter werden zu Ihren Markenbotschaftern!

Kultur: Wie man davon profitiert

Das ganze Unternehmen kämpft mit den Konsequenzen einer schlechten Unternehmenskultur. Wenn es in der Kultur knirscht, sinkt die Zufriedenheit und Motivation im Team, Mitarbeitende verlassen das Unternehmen und der Bewerber-Pot ist leer. Anstatt Markenbotschafter erhalten Sie Kritiker. Ich weiss, Sie haben genügend schlagkräftige Argumente für die Stärkung Ihrer Unternehmenskultur erhalten, doch hier noch einige Mehr:

Senkung der Fluktuation

Erweiterung der Bewerber Pipeline

Stärkung des Teamworks

Die Mitarbeiterfluktuation ist bei Unternehmen mit einer positiven Kultur dreifach tiefer als bei Unternehmen mit einer negativen Kultur. Und was eine zu besetzende Stelle kostet, können Sie sich denken. (Quelle:  Columbia.edu)

Eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur hilft den Unternehmen die richtigen Mitarbeiter einzustellen und qualifizierte Bewerber zu gewinnen. (Quelle: Grantthornton)

Motivierte Mitarbeitende eines Unternehmens mit starker Unternehmenskultur bewerten besonders das Arbeitsumfeld, die Zusammenarbeit und die Werteorientierung um 20% besser als Angestellte anderer Unternehmen.

 

Doch wie schaffe ich es meine Unternehmenskultur zu verändern?

Auch wenn es abgedroschen klingt – für den Change benötigen Sie die Bereitschaft zur Veränderung! Dies in Kombination mit konkreten und einfach umsetzbaren Massnahmen und der Kulturentwicklung steht nichts mehr im Weg.

Dieser Beitrag ist ein Leitfaden und soll Sie beim «Doing yourself» Ansatz unterstützen. Finden Sie auf den nächsten Seiten heraus, wie es funktioniert!

Der «Do It Yourself» Ansatz

 

Die Entwicklung der Unternehmenskultur ist ein Stategieprojekt, das starke Treiber auf C-Level braucht. Kulturentwicklung ist jedoch nicht die alleinige Aufgabe der Geschäftsführung und der Personal&Culture Abteilung, da gemeinsame Werte auch gemeinsam gelebt werden. Sie müssen in diesen Prozess auch die eigenen Mitarbeitenden einbinden.

Bilden Sie Ihren «Feel Good» Club

Die Kultur eines Unternehmens wird von denen, die sie täglich leben geprägt. Daher wird ein kooperativer Ansatz für den Veränderungsprozess empfohlen. Stellen Sie eine Arbeitsgruppe aus möglichst unterschiedlichsten Mitarbeitenden bzw. Abteilungen zusammen. Die Arbeitsgruppe wird das Sprachrohr der Belegschaft. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Kompetenzen durch die Gruppe abgedeckt werden.

Das bringen die Mitglieder mit

  • Empathie
  • Wertschätzende Kommunikation
  • Vertrauenswürdigkeit
  • Kooperationsfähig
  • Networker, sehr gute Vernetzung in den Teams
  • Wichtigkeit für den Erfolg Ihres Unternehmens

Mit Ihrem Feel Good Club sind Sie gerüstet für die Reise, jetzt geht’s los!

Festlegung der Ziele

Für die Gestaltung einer starken Unternehmenskultur, bleiben Sie zuerst stehen und sehen Sie sich um. Wo stehen Sie heute? Wie geht es Ihren Mitarbeitenden? Finden Sie qualifizierte Mitarbeiter? Wie hoch ist die Fluktuation im Unternehmen? Wie setzen Sie Digitalisierungsprojekte um oder ist dies noch ein Fremdwort?

Welche Werte und Verhaltensweisen benötigen Sie, um kommende Herausforderungen zu meistern? Es ist wichtig, dass Sie die Soll-Situation klären und sehen, wo Handlungsbedarf besteht.

Leiten Sie jetzt gemeinsam im Feel Good Club die Ziele aus Ihren Bedürfnissen ab.

Eine ehrliche Bestandsaufnahme ist der Schlüssel zum Erfolg

  • Wo stehen wir aktuell? Wo wollen wir in 2, 5, 10 Jahren stehen?
  • Welche Werte und Verhaltensweisen benötigen wir im Unternehmen, um die Herausforderungen zu meistern?
  • Was macht uns als Unternehmen bzw. Team aus?
  • Wie arbeiten wir zusammen? Wie wollen wir künftig zusammenarbeiten?
  • Nach welchen Werten handeln wir? Nach welchen Werten wollen wir handeln, um unsere Ziele zu erreichen?

Werte definieren

Die Kultur ist der Orientierungspunkt für Sie und Ihre Mitarbeitenden. Anders gesagt, die Kultur ist der Polarstern für Ihre Unternehmensreise. Bei Entscheidungen weisen Ihre Werte immer den Weg und geben die Orientation an.

Erarbeiten Sie die passenden Werte in Ihrem «Feel Good Club» gemeinsam bei Brainstorming Sessions. Die drei Leitfragen werden Ihnen dabei helfen:

  1. Was macht uns als Unternehmen einzigartig?
  2. Welche Werte brauchen wir für die künftigen Herausforderungen?
  3. Wer ist unser idealer Mitarbeiter?

Tipp: Lassen Sie offensichtliche Werte aussen vor und konzentrieren Sie sich auf die 3 bis 6 wichtigsten Werte, die Sie als Unternehmen einzigartig machen.

 

Werte als Verhaltensweisen

Übertragen Sie die Werte jetzt in konkrete Verhaltensweisen.

Schauen Sie sich unser Kundenbeispiel als Hilfe an

Wert: Eigenverantwortung startet bei mir!

Verhalten: Für den Unternehmenserfolg ist jeder von uns verantwortlich. Wir suchen nicht nach Schuldigen oder Ausreden, sondern suchen gemeinsam nach Lösungen. Wir arbeiten ganzheitlich und über unsere eigenen Aufgaben hinaus und stehen zu unserem Wort.

Werte verankern

Werte bringen nichts, wenn diese einmal definiert werden und dann vergessen gehen. Sie wollen gelebt werden und müssen deshalb ständig ins Bewusstsein gebracht werden. Die folgenden Massnahmen unterstützen Sie, die Unternehmenswerte felsenfest im Unternehmen zu zementieren:

Werte verankern

Sich einprägen

Vorheriges Leben

Integrieren Sie die erarbeiteten Werte als Teil des Unternehmensalltags, damit diese nicht verloren gehen. Wie dies funktioniert fragen Sie sich? Versuchen Sie direkt im Recruiting-Prozess dem Kandidaten auf den Puls zu fühlen. Sprechen Sie mit dem Kandidaten über das Thema Unternehmenskultur und betrachten Sie den «Culture Fit» aus mehreren Perspektiven, beispielsweise durch Peer-to-Peer -, Value und Founder-Interviews. Bedeutet: Ein künftiger Team-Kollege nimmt den Kandidaten unter die Lupe, dann prüfen Sie die Werte des Kandidaten und zuletzt schaut sich der Gründer, CEO oder ein Verwaltungsratsmitglied den Kandidaten noch an. So erreichen Sie, dass Überraschungen minimiert werden und dass Kandidaten die Unternehmenswerte teilen.

«Aus den Augen, aus dem Sinn» ist ein sehr beliebtes Sprichwort. Doch genau dies wollen wir verhindern. Prägen Sie die Unternehmenswerte bei Ihrem Team ein, indem sich das Team mit Ihren Werten auseinandersetzen. Dies können Sie mit gezieltem Storytelling bei Team-Meetings erreichen oder durch das Produkt Engage von MyMibi. Nutzen Sie die Möglichkeit Kollegen öffentlich Ihre Wertschätzung zu zeigen und sich gegenseitig für Werte zu belohnen. Nehmen Sie als Team an MyMibi Benefits Aktivitäten teil und stärken so die Identität bei Team-Events.

Bei der Verankerung der Werte übernehmen die Führungskräfte eine sehr wichtige Rolle. Als Vorbildsfunktion der Belegschaft müssen Sie einerseits die Unternehmenswerte vorleben und anderseits Konsequenzen für die Widersacher ziehen.
Unterstützen Sie Ihre Führungskräfte mit den richtigen Tools, damit die Werte auch kraftvoll vermittelt werden. Hier kann neben dem Engage auch das Modul Communication von MyMibi Ihre Vorbilder unterstützen.

Messung und Kontrolle der Kultur

Jetzt haben Sie einiges angestossen, um Ihre Unternehmenskultur zu stärken. Doch wenn Sie nicht wissen, ob die Massnahmen den gewünschten Effekt bringen, können Sie nicht optimieren. Wie wird aber Kultur gemessen? Es ist keine exakte Wissenschaft, wie es beispielsweise Ihre Umsatzzahlen sind, da haben Sie recht. Trotzdem gibt es verlässliche Methoden, um die heutige Situation zu beurteilen.

Fragen Sie Ihre Mitarbeitenden wie es Ihnen geht!

In all den Kundenzentrierungsprojekten wurden wir immer mit Fragen der Kundenzufriedenheit konfrontiert und wie diese nachhaltig gesteigert werden kann? Und die Antwort ist, fragen Sie Ihre Mitarbeitenden. Mitarbeitende können Ihnen sagen, was bei Kunden gut bzw. nicht gut ankommt. Welcher Kunde vor dem Absprung steht oder wer besonders zufrieden mit Ihnen ist. Und bitte nicht vergessen, wir sprechen hier nicht nur über das Key Account Management oder Ihren Aussendienst. Auch die Fahrer haben Kundenkontakt, wie der Customer Service, Ihre Buchhaltung oder auch das Product Management. Alle Abteilungen tragen einen Teil zum Puzzle bei und wenn Sie die Informationen zusammenhaben, ergibt sich das Bild.

Genau auf das möchten wir hier anknüpfen: Wollen Sie eine starke Unternehmenskultur, müssen Sie den Mitarbeitenden zuhören. Geben Sie der Belegschaft eine Stimme, wobei Sie MyMibi mit Voice unterstützt. Zuhören genügend aber nicht. Schauen Sie auf das Verhalten Ihrer Mitarbeitenden, dieses zeigt Ihnen auch, ob die Kultur gelebt bei Ihnen gelebt wird.

Weil Kultur etwas Dynamisches ist, muss sie regelmässig reflektiert werden. Sie müssen ja schauen, ob die Kultur überhaupt noch zu Ihnen passt. Oder brauchen Sie neue Werte und Verhaltensweisen, weil sich Ihre Ziele verändert haben? Die Unternehmenskultur ist kein Projekt, sondern eine Unternehmensreise. Daher wandere wieder nach oben zu Punkt 1 und prüfe in regelmässigen Abständen, wie es bei dir im Unternehmen aussieht!

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